Nichts Neues, aber noch immer Aufschlussreiches zum Altstadtwohnen. Und ja; das Licht geht immer öfter auf.
von Urs Brülisauer, Paul Dominik Hasler, Peter Masciadri:
Wird das Wohnen in der Altstadt als gesamtes aufgewertet, entspannt sich die Situation. (…) Mit der erstarkten Ertragslage der Obergeschosse im Rücken können auch weniger zahlungskräftige dafür wohnverträgliche Nutzungen im Erdgeschoss ermöglicht werden.
Die Förderung der Wohnnutzung muss zuerst bei den Bildern ansetzen. Das Wohnen in der Altstadt muss neu gelebt, neu positioniert werden. Es reicht nicht, vom Wohnen zu reden. (…) Erst wenn die Überzeugung wächst, dass die alte Stadt auch wieder die neue Stadt sein wird, kann sich etwas ändern.
Je früher dieses Aufleben-Lassen der „alten-neuen“ Qualitäten der Stadt gelingt, umso einfacher ist es, die Tiefpunkte des Strukturwandels und seine bitteren Konsequenzen zu umschiffen. Eine Innenstadt, die sich schon heute ihrer Bedeutung als Wohnort bewusst ist, kann flexibler auf Veränderungen in der Nachfrage nach Geschäftsflächen reagieren. Sie wird eine Strategie entwickeln, um über die Neupositionierung der Wohnnutzung eine flächige Entwicklung der Innenstadt zu ermöglichen.
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Strukturwandel in kleineren und mittleren Städten der Schweiz
Das Wohnen in der Altstadt steht und fällt mit dem sorgsamen Erschliessen der vorhan- denen Potentiale. Nicht jedes Haus bietet die gleichen Möglichkeiten. Ein zielgrup- pengerechtes Aufbereiten der Substanz ist Kern jeder Wohnstrategie. Resultat ist ein Mix aus unterschiedlichen Bewohnerinnen und Bewohnern, wie nur eine Altstadt es bietet.
Erarbeitet mit Unterstützung
des Bundesamtes für Wohnungswesen.
Autoren:
Urs Brülisauer
Paul Dominik Hasler, Peter Masciadri