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Wohnen und Kleingewerbe

Bei uns gilt: Ohne Altstadtwohnen kein Kleingewerbe. Viele Altstadthäuser bestehen zu ihrem Grossteil aus Wohnungen mit einer Ladenfläche Parterre. So wurden sie gedacht, konzipiert und gebaut. Auch darin besteht ihre Bedeutung. Deshalb ergänzen sich Wohnen und Gewerbe bei uns: Mit engagierten, auf Ausgleich bedachten Hausverantwortlichen, innovativen „Lädeli“-Inhabenden und vom verdichteten Wohnen überzeugten Altstadtanwohnenden entsteht Erbauliches. Sie tragen zu einer nachhaltigen Nutzung von Altstadthäusern bei. Stete Einseitigkeit nicht. Schön gibts SolothurnerInnen, denen der Zusammenhang von Wohnnutzung und Kleingewerbe in der Altstadt wichtig ist. Sie lassen die Altstadt pulsieren. Mit Leben von innen. Das ist dann: Mehr als schöne Fassade.

Mehr als schöne Fassade

Wenn diese identitätsstiftenden Stadt­räume mehr sein sollen als hübsche Kulissen für Social-Media-Posts, müssen sie verdichtete und nachhaltige Wohn- und Lebensräume bieten. (Judith Schubiger, Leiterin Schweizer Heimatschutzzentrum, Tanja Schätti, Foto) Zum Artikel: Zeitschrift Schweizer Heimatschutz 4/2025

Küchentisch rausstellen

Wer verdichtet, aber nicht in einer Excel-Tabelle wohnen möchte, wohnt in der Altstadt. Selten wird so dicht und atmosphärisch gearbeitet und gewohnt wie in dieser. Ja beides, denn: „Gelebte Dichte ist organisch, ist divers.“ schreibt der Ingenieur Paul Dominik Hasler in seinem Büchlein „Von Städten und Menschen“. Und: Dichte werde dann lebbar, wenn sie garantierte Freiräume und einen graduellen Übergang zur Interaktion biete. „Man sollte nicht aus der Wohnungstür in die Öffentlichkeit stürzen. Die italienischen Altstädte, beispielsweise, haben oft Aussentreppen, Loggien, kleine Terrassen. Der Übergang wird inszeniert.“ schreibt Paul Dominik Hasler. „Einfach mal das Sofa raus stellen!“, wird während einer…

„Kosmos Altstadt“

In der Villa Patumbah des Heimatschutzzentrums Schweiz ist die Ausstellung „Kosmos Altstadt“ entstanden. Mit Altstadtgeschichten, Erfahrungen und Zusammenhängen auch aus Solothurn. „Mehr als schöne Fassade“ war auch Thema an der Vernissage vom 21. Mai 2025. Bewohnte Altstadthäuser haben ein Innenleben, sie beleben die Altstadt von Innen. Da ist nichts maskenhaft, nichts einfach Kulisse. Ihre Fassaden sind Ausdruck einer Geschichte, die über Jahrhunderte entstanden ist, und auch von den Bewohnenden jeden Tag weitergeschrieben wird. Dieses Bewusstsein ist zentral. So erhielten Anwohnende und Hausverantwortliche in früheren Jahren von der Stadt einen Teller als Dank für geschmückte, gepflegte und unterhaltene Fassaden. „Kosmos Altstadt“: Eine…

Bei uns gilt: Ohne Altstadtwohnen kein Kleingewerbe

Bewohnte Altstadthäuser ermöglichen Hausverantwortlichen jene Flexibilität, welche fürs Kleingewerbe massgebend und fürs einzelne „Lädeli“ ausschlaggebend sein kann. Bei uns gilt: Ohne Altstadtwohnen kein Kleingewerbe. Kleine, originelle und innovative Gewerbetreibende haben so gute Entwicklungschancen – auch in schwierigen Zeiten. Die Altstadt besteht zum Grossteil durch Wohnhäuser mit kleinen Läden parterre. Sie werden von leisen Schaffern und engagierten Macherinnen sanierte, renoviert, restauriert und unterhalten. Altstadtwohnen belebt von innen und wirkt stabilisierend und Wohnverdichtung ist in der Altstadt seit rund 2000 Jahren Realität. Eigentlich recht nachhaltig. Ein respektvolles Miteinander von Gewerbetreibenden, Altstadtanwohnenden und Hausverantwortlichen ist eine riesengrosse Chance für die Entwicklung der Altstadt von…

Sanieren statt neu bauen

Der Architekt und Historiker Vittorio Magnago Lampugnani schreibt an gegen die Auslöschung der Natur durch Zersiedelung und plädiert für eine Strategie der Dichte: Allein die kompakte Stadt kann ökologisch sein. Um den immensen Material- und Energieverbrauch der Bauwirtschaft zu reduzieren, fordert er eine rigorose Kehrtwende: Die Abkehr von der Erschließung weiteren Baulands und dem hemmungslosen Verbrauch von Rohstoffen. Sanieren, renovieren, restaurieren und weiter entwickeln im Bestand ist angesagt: Je länger ein Gebäude lebe, desto ökologischer sei es. Vergleiche: „Gegen Wegwerfarchitektur“ (Lumpugnani), Verlag Klaus Wagenbach.

Im Dickicht der 1000 Tipps und Tricks

Wenig ist so individuell und einzigartig wie ein Altstadthaus. Und nichts ist hinsichtlich Sanierungsentscheidungen so ausschlaggebend wie das regelmässige und persönliche Gespräch mit passenden und sorgfältigen Handwerkern. Im Dickicht der tausend Tipps und Tricks, der Wisser, Besserwisser und Nochbesserwisser, ist der ausführende Praktiker erfahrungsgemäss meist der beste Orientierungspunkt. Er ist der Fachmann, sie ist die Fachfrau und lernt durch die Erfahrung des Hausverantwortlichen mit dem Haus die Eigenheiten der Liegenschaft immer besser kennen – im besten Fall schätzen. Denn obwohl hoch verdichtet Reih an Reih erbaut, hat jedes Altstadthaus seine unverwechselbar eigene Art. Die charakteristische Wandleiste hinter den zig Farbschichten…

Verantwortliche von Altstadthäusern

Als AltstadtanwohnerIn bewohnen sie ein Gebiet, das seit 2000 Jahren besiedelt ist. Sie verbrauchen kein unbebautes Land, sondern nutzen die „Graue Energie“. Sie wohnen ohne zu Zersiedeln und – aufgrund der dicht angeordneten Häuser – energieeffizient. Zusätzlich tragen sie zum Nutzungsausgleich der Altstadt bei. Dieser Ausgleich kann fürs Kleingewerbe massgebend- und fürs einzelne „Lädeli“ ausschlaggebend sein. – Viele Altstadthäuser bestehen durch eine Ladeneinheit parterre und Wohnungen in den Obergeschossen. So wurden sie konzipiert und so wurden sie robust und wirklich nachhaltig gebaut. Geschmückte Fenstersimsen und bepflanzte Balkonterrassen zeugen von bewohnt belebten Altstadthäusern. Die meisten von ihnen aufwändig und sorgfältig saniert. Denn…

Altstadthausverantwortliche

Glücklich über den Workshop „Kosmos Altstadt“ der Geschäftsstelle des Schweizer Heimatschutzzentrums. Ein wohlwollendes und erbauliches Miteinander: Zuhören, Verantwortlichkeiten zugestehen und Anliegen ernst nehmen.

Wohnen mit der Ewigkeit

Hier wurde geweint und gelacht, gestritten und versöhnt, geliebt und vielleicht gestorben. Altstadtwohnen heisst, an der Geschichte eines Hauses weiterschreiben, in Räumen mit Vergangenheit die Zukunft finden. Geschmückte Fenstersimsen und bepflanzte Balkonterrassen zeugen von bewohnt belebten Altstadthäusern. Hier bewohnen wir als Familie eine Umgebung, die seit 2000 Jahren besiedelt ist. Vielleicht begegnet einem ein Römer im Keller oder im Estrich der Karlsson vom Dach. Unsere Kleinste hat sich für Karlsson entschieden. Auch wenn sie in ihrem Estrichzimmer bisher nur von ihm geträumt hat. In den Keller geht sie ungern, obwohl der einzige Römer dort bloss der Römertopf ist.  Das Haus…

Durchblick

Einundzwanzig Fensterrahmen sanieren. Das heisst mit Freude: Schleifen, poröses Material entfernen und mit Leinölkitt aus Kreide und Leinölfirnis ersetzen. Dann: Streichen. Altes Bewährtes erneuern statt neu bauen. Das macht glücklich. – Dabei gehts ums Erhalten und der sorgfältige Reparieren des Bestandes. Die häufigsten Schäden an Holzfenstern sind Farbablätterung, brüchiger Leinölkitt, Verwitterung der Wetterschenkel und mangelnde Dichte der Fensterflügel. Für die energietechnische Aufwertung und Ertüchtigung der Fenster stehen mit den alten Fertigungstechniken vertrauten Handwerkerinnen viele Sanierungsmöglichkeiten zur Verfügung: Ersetzen defekter Holzteile, Richten von Beschlägen, Verstärken des Anpressungsdruck des Glases und wichtig: Die Erneuerung von Kittfugen sowie einem neuen Anstrich. Mit zusätzlichen…

Dauerhaft und umweltfreundlich

Welche Heizart ist möglich, sinnvoll und umweltfreundlich, wenn im Keller die Römer wohnen? Wie wird alter Wohnraum modern, wie der Bestand entwickelt und die graue Energie genutzt? Wie werden fürs Kleingewerbe Parterre möglichst vorteilhafte Bedingungen ermöglicht? – Und immer wieder: Sanieren, renovieren, restaurieren. Beim Engagement vieler Altstadthausverantwortlicher gehts um weit mehr als um die von Lokalpolitikern und ebensolchen Journalisten vorgebrachten Themen. Nämlich um nichts mehr und um nichts weniger als die Renaissance von Altbauten: »Baut dauerhafter, dichter und vor allem weniger!« ruft uns der Architekt und Historiker Vittorio Magnago Lampugnani zu. (…) Er schreibt an gegen die Auslöschung der Natur…

Zum Beispiel…

vis-à-vis des Gerechtigkeitsbrunnens. Mittlerweilen ist der Eingang zu den Wohnungen am Friedhofplatz. Das ganze Altstadthaus wurde in mehreren grossen Bauetappen total saniert und wird immer wieder renoviert. Parterre war der Uhren- und Werkzeugladen – (heute ein kleiner Schmuckladen) – auf den andern vier Etagen sind die Wohnungen. Das Altstadthaus steht für und durch die Weiterentwicklung der Wohnnutzung und das Bestehen des Kleingewerbes Parterre. Investitionen in die Wohnnutzung, bzw. bewohnte Altstadthäuser erlauben jene Flexibilität, welche für kleine Läden – fürs Kleingewerbe massgebend sein kann. Bei uns gilt: Ohne Altstadtwohnen kein Kleingewerbe. Kleine, originelle und innovative Gewerbetreibende haben so gute Entwicklungschancen –…

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Die Bedeutung des Altstadtwohnens: https://altstadtwohnen.info