Einundzwanzig Fensterrahmen sanieren. Das heisst mit Freude: Schleifen, poröses Material entfernen und mit Leinölkitt aus Kreide und Leinölfirnis ersetzen. Dann: Streichen.
Altes Bewährtes erneuern statt neu bauen. Das macht glücklich. – Dabei gehts ums Erhalten und der sorgfältige Reparieren des Bestandes. Die häufigsten Schäden an Holzfenstern sind Farbablätterung, brüchiger Leinölkitt, Verwitterung der Wetterschenkel und mangelnde Dichte der Fensterflügel. Für die energietechnische Aufwertung und Ertüchtigung der Fenster stehen mit den alten Fertigungstechniken vertrauten Handwerkerinnen viele Sanierungsmöglichkeiten zur Verfügung: Ersetzen defekter Holzteile, Richten von Beschlägen, Verstärken des Anpressungsdruck des Glases und wichtig: Die Erneuerung von Kittfugen sowie einem neuen Anstrich. Mit zusätzlichen Dichtungen kann die Funktion energetisch verbessert werden. Der weisse Anstrich der Fensterrahmen verringert das Aufheizen und damit den Verzug der Fensterrahmen.
Alte Fenster können häufig mit intelligent geplanten Massnahmen ästhetisch und energetisch sinnvoll saniert werden. Die energetische Gesamtbilanz baukulturell bedeutender Fenster fällt unter Einbezug der grauen Energie noch besser aus. Dank verantwortungsbewusster Eigentümern und versierten Handwerkerinnen werden so baukulturell bedeutende Zeugnisse und Gestaltungselemente an Altstadthäusern für die kommenden Generationen bewahrt und erhalten.
„Obwohl historische Fenster aktuelle Normen in den wenigsten Fällen erfüllen, sind die entsprechenden energietechnischen Kennwerte weit besser als allgemein angenommen und können durch Unterhalt, Reparatur oder mit minimalen Eingriffen weiter gesteigert werden. “
— Stefan Höhn





